Verdächtigen Link auf Betrug prüfen

Links in E-Mails oder SMS können zu gefälschten Webseiten führen, die Ihre Daten abgreifen. Mit Betrugs-Checker prüfen Sie verdächtige Links, bevor Sie darauf klicken.

So gehen Sie vor

  1. Kopieren Sie den Link aus der Mail oder SMS (nicht klicken – nur kopieren!).
  2. Fügen Sie den Link in das Eingabefeld von Betrugs-Checker ein.
  3. Lesen Sie die Einschätzung und entscheiden Sie dann, ob der Link sicher ist.

Typische Warnzeichen

  • Link-Adresse sieht dem Original ähnlich, hat aber kleine Unterschiede (z. B. „amaz0n.de“ statt „amazon.de“).
  • Link kommt von einer Kurzlink-Adresse (bit.ly o. ä.) und Sie wissen nicht, wohin er führt.
  • Internetadresse endet auf .ru, .xyz oder andere ungewohnte Endungen.
  • Link wurde Ihnen unaufgefordert zugeschickt.
  • Mail oder SMS fordert Sie auf, den Link sofort zu öffnen.

Was der Link-Check prüft

Ein Link sieht harmlos aus – die Gefahr steckt in der Zieladresse. Der Link-Check analysiert, was hinter einem Link liegt, ohne dass Sie ihn öffnen müssen:

  • Tatsächliche Zieladresse: Link-Verkürzer und Umleitungen werden aufgelöst, das Endziel wird angezeigt.
  • Domain: Wer ist der eigentliche Domaininhaber-Teil der Adresse? Ist die Domain neu registriert? Imitiert sie eine Marke („paypal.de.sicher-login.com“)?
  • Bekannte Muster: Abgleich mit Phishing-Mustern und gemeldeten Betrugsseiten.
  • Technische Merkmale: ungewöhnliche Endungen, Zeichen, die Buchstaben ähneln (Homoglyphen), IP-Adressen statt Namen.
  • QR-Codes: Laden Sie ein Foto des Codes hoch – der Check decodiert den Inhalt und prüft die enthaltene Adresse (Quishing).

Sie erhalten eine Einschätzung mit Begründung. Der Basis-Check ist kostenlos und ohne Anmeldung.

Link selbst prüfen: Domain von rechts lesen

Die wichtigste Fähigkeit im Umgang mit Links ist, die Domain zu finden – den Teil zwischen „https://“ und dem ersten Schrägstrich, gelesen von rechts nach links:

LinkTatsächliche DomainBewertung
https://www.sparkasse.de/kontosparkasse.deecht
https://sparkasse.de.login-check.com/kontologin-check.comFälschung – „sparkasse.de“ ist nur eine Subdomain
https://www.sparkasse-sicherheit.comsparkasse-sicherheit.comFälschung – anderer Name
https://bit.ly/3xYzunbekanntVerkürzer – erst auflösen
https://amazon.de-orders.netde-orders.netFälschung
https://192.168.4.7/loginIP-Adresseverdächtig

Weitere Warnzeichen: Zahlen statt Buchstaben („paypa1.com“), ungewöhnliche Endungen (.top, .xyz, .icu) bei bekannten Marken, sehr lange Adressen mit Markennamen irgendwo in der Mitte. Ein Schloss-Symbol (HTTPS) beweist nichts – auch Betrugsseiten haben Zertifikate.

Am Smartphone sehen Sie das Ziel, indem Sie den Link gedrückt halten; am Rechner, indem Sie mit der Maus darüber fahren und unten links in der Statusleiste lesen.

Wo gefährliche Links stecken

  • E-Mails: Buttons wie „Konto bestätigen“, „Rechnung ansehen“, „Paket verfolgen“ – siehe E-Mail prüfen.
  • SMS und Messenger: Paket-, Bank- und Maut-Nachrichten – siehe SMS prüfen.
  • Suchmaschinen-Anzeigen: gefälschte Shops und Support-Hotlines in bezahlten Treffern.
  • Social Media: Gewinnspiele, „Investment-Chancen“, Deepfake-Werbung.
  • Kleinanzeigen: „Sicher bezahlen“-Links von Käufern – siehe Kleinanzeigen-Betrug.
  • QR-Codes: Parkautomaten, Briefe, Speisekarten.

Wenn Sie schon geklickt haben: Nichts eingeben, Seite schließen. Haben Sie Daten eingegeben, gelten die Schritte unter Betrug melden.

Ausführlicher Ratgeber

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Häufige Fragen

Wie prüfe ich, ob ein Link sicher ist?

Finden Sie die tatsächliche Domain (den Teil vor dem ersten Schrägstrich, von rechts gelesen) und vergleichen Sie sie mit der bekannten Adresse des Anbieters. Fügen Sie den Link in den Link-Check ein – er löst Verkürzer auf, zeigt das Ziel, prüft Domain-Alter und bekannte Phishing-Muster.

Ist ein Link mit HTTPS und Schloss-Symbol sicher?

Nein. HTTPS bedeutet nur, dass die Verbindung verschlüsselt ist. Betrugsseiten nutzen ebenfalls Zertifikate. Entscheidend ist die Domain, nicht das Schloss.

Ich habe auf einen verdächtigen Link geklickt – was passiert jetzt?

Durch das bloße Öffnen einer Seite passiert auf aktuellen Geräten in aller Regel nichts. Geben Sie nichts ein, installieren Sie nichts und schließen Sie die Seite. Haben Sie Daten eingegeben, ändern Sie Passwörter, sperren Sie Karten (116 116) und erstatten Sie Anzeige.

Kann ich auch einen QR-Code prüfen lassen?

Ja. Laden Sie ein Foto des QR-Codes hoch – der Check liest den Inhalt aus, zeigt die enthaltene Adresse an und bewertet sie, ohne dass Sie den Code selbst öffnen müssen.

Was ist ein Link-Verkürzer und warum ist er verdächtig?

Dienste wie bit.ly oder t.ly ersetzen lange Adressen durch kurze und verbergen damit das Ziel. Banken, Behörden und Paketdienste nutzen sie in Kundenkommunikation nicht. Der Link-Check löst Verkürzer auf und zeigt, wohin sie wirklich führen.