GEZ- und Beitragsservice-Mails prüfen

Betrüger nutzen das Vertrauen in den Rundfunkbeitrag, um mit gefälschten Mails an Ihre Kontodaten zu kommen. Der echte Beitragsservice schreibt Ihnen meist per Brief oder über Ihre bekannte E-Mail-Adresse.

So gehen Sie vor

  1. Prüfen Sie, ob Sie tatsächlich ausstehende Beiträge haben – über die offizielle Webseite rundfunkbeitrag.de.
  2. Vergleichen Sie die Absenderadresse mit früheren echten Nachrichten.
  3. Lassen Sie die Mail durch Betrugs-Checker prüfen, bevor Sie Daten eingeben.

Typische Warnzeichen

  • Forderung zur sofortigen Zahlung einer Nachzahlung per Klick.
  • Bitte um Aktualisierung Ihrer Kontodaten über einen Link.
  • Drohung mit Sperrung oder Rechtsfolgen bei Nicht-Reaktion.
  • Absenderadresse enthält nicht „rundfunkbeitrag.de“.
  • Unbekannte Bankverbindung in der Mail.

So kommuniziert der Beitragsservice wirklich

Der ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice (früher GEZ) schreibt per Brief – mit Ihrer neunstelligen Beitragsnummer, einem Aktenzeichen bei Mahnungen und der Bankverbindung des Beitragsservice. E-Mails versendet er nur, wenn Sie selbst den Kontakt per E-Mail gewählt haben, und auch dann ohne Zahlungslink, ohne Anhang mit „Bescheid“ und ohne Abfrage von Bankdaten.

Erstattungen zu viel gezahlter Beiträge erfolgen auf Antrag über das Online-Portal rundfunkbeitrag.de oder per Brief – niemals „per Klick auf den Link“. Wie Behördenpost allgemein zu prüfen ist, lesen Sie unter Behördenbetrug erkennen.

Typische Rundfunkbeitrag-Phishing-Mails

Betreff: Rundfunkbeitrag – Rückerstattung von 55,08 € verfügbar
„Aufgrund einer Neuberechnung steht Ihnen eine Erstattung zu. Bitte geben Sie Ihre Bankverbindung ein, um die Auszahlung innerhalb von 3 Werktagen zu erhalten.“

  • Erstattung mit Bankdaten-Formular – Konto- und Kartendaten werden abgegriffen.
  • „Zahlungsrückstand – Vollstreckung droht“ – Zahlung innerhalb von Tagen auf ein fremdes Konto.
  • „Datenabgleich / Anmeldung bestätigen“ – Adresse, Geburtsdatum, Bankverbindung „aktualisieren“.
  • „Ihr Beitragskonto wurde gesperrt“ – ein Beitragskonto lässt sich nicht „sperren“; der Link führt auf eine Phishing-Seite.
  • SMS-Variante: „Beitragsservice: Rückerstattung beantragen“ mit Link – siehe SMS prüfen.

Echt oder Fake? Beitragsservice-Merkmale

MerkmalEchter BeitragsservicePhishing
KanalBrief; E-Mail nur auf Ihren Wunsch, ohne Link/AnhangE-Mail oder SMS mit Link
Beitragsnummerneunstellig, auf jedem Schreibenfehlt oder ist falsch
Erstattungauf Antrag über rundfunkbeitrag.de oder per Brief„Bankverbindung eingeben“
Bankverbindungdie des Beitragsservice, wie auf früheren SchreibenPrivatkonto, Ausland
Absenderrundfunkbeitrag.debeitragsservice-online.de, gez-erstattung.com, rundfunk-beitrag.info
FristWochenTage, Vollstreckungsdrohung

Fügen Sie den Mail-Text oben ein – der Check prüft Absender, Links und die typischen Muster.

Melden und reagieren

Verdächtige Mails leiten Sie an den Phishing-Radar der Verbraucherzentrale (phishing@verbraucherzentrale.nrw) weiter; der Beitragsservice informiert auf rundfunkbeitrag.de über aktuelle Betrugsversuche. Haben Sie Bankdaten eingegeben, informieren Sie Ihre Bank und beobachten Sie Ihre Umsätze; Lastschriften können Sie innerhalb von acht Wochen zurückbuchen. Bei Kartendaten: Karte über 116 116 sperren. Weitere Schritte: Betrug melden.

Ausführlicher Ratgeber

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Häufige Fragen

Verschickt der Beitragsservice E-Mails mit Zahlungslinks?

Nein. Der Beitragsservice schreibt per Brief mit Beitragsnummer und der bekannten Bankverbindung. E-Mails versendet er nur auf Ihren Wunsch und ohne Zahlungslinks, Anhänge oder Datenabfragen. Mails mit Link zur Zahlung oder Erstattung sind Phishing.

Bekomme ich eine Rundfunkbeitrag-Erstattung per E-Mail-Link?

Nein. Erstattungen beantragen Sie selbst über das Portal rundfunkbeitrag.de oder schriftlich; der Beitragsservice fragt nie per Mail nach Bankdaten für eine Auszahlung.

Woran erkenne ich eine gefälschte GEZ-Mail?

An fehlender oder falscher Beitragsnummer, einem Link zur Zahlung oder Dateneingabe, kurzen Fristen mit Vollstreckungsdrohung und einer Absenderdomain, die nicht rundfunkbeitrag.de ist. Im Zweifel prüfen Sie Ihr Beitragskonto auf rundfunkbeitrag.de – selbst eingetippt.

Ich habe auf einer GEZ-Seite meine Bankdaten eingegeben – was tun?

Bank informieren, Umsätze beobachten, unberechtigte Lastschriften innerhalb von acht Wochen zurückbuchen, bei Kartendaten die Karte über 116 116 sperren und Anzeige erstatten.