Onlineshop auf Betrug prüfen

Fake-Shops sind täuschend echt gestaltet und versprechen günstige Preise. Wer dort bestellt, bekommt oft keine Ware – und verliert sein Geld. Mit Betrugs-Checker prüfen Sie einen Shop, bevor Sie zahlen.

So gehen Sie vor

  1. Kopieren Sie die Webadresse des Shops.
  2. Fügen Sie sie in Betrugs-Checker ein und lassen Sie den Shop prüfen.
  3. Schauen Sie zusätzlich nach Impressum, Telefonnummer und deutschen Kundenrezensionen.

Typische Warnzeichen

  • Kein vollständiges Impressum mit Adresse und Telefonnummer.
  • Preise sind deutlich günstiger als überall sonst.
  • Nur Vorkasse als Zahlungsoption, kein PayPal oder Kreditkarte.
  • Shop-Domain ist erst wenige Wochen alt.
  • Sehr viele schlechte oder offensichtlich gefälschte Bewertungen.

Was der Onlineshop-Check prüft

Bevor Sie bei einem unbekannten Shop bestellen, lohnt ein Blick hinter die Fassade. Der Check prüft die Shop-Adresse auf die Merkmale, die Fake-Shops von seriösen Händlern unterscheiden:

  • Domain-Alter und Registrierung: Shops mit „20 Jahren Erfahrung“ auf einer drei Wochen alten Domain sind gefälscht.
  • Impressum: vorhanden, vollständig, mit Firma, Anschrift und Registernummer? Fehlt es, verstößt der Shop gegen § 5 DDG – und ist in der Praxis fast immer ein Fake.
  • Zahlungsarten: Bietet der Shop nur Vorkasse, „Rabatt bei Überweisung“, Krypto oder Gutscheinkarten?
  • Bekannte Meldungen: Abgleich mit gemeldeten Fake-Shop-Adressen und Domain-Mustern (Marke + „outlet“, „sale“, „deutschland“).
  • Vertrauenssignale: Gütesiegel-Verlinkung, Kontaktmöglichkeiten, Datenschutz und AGB.

Das Ergebnis ist eine Einschätzung mit Begründung. Die vollständige 12-Punkte-Checkliste zum Selbstprüfen finden Sie im Ratgeber Fake-Shops erkennen.

Die vier Fragen, die fast jeden Fake-Shop entlarven

  1. Gibt es ein vollständiges Impressum? Firma mit Rechtsform, Anschrift (kein Postfach), Vertretungsberechtigte, Handelsregister- oder USt-ID. Prüfen Sie die Firma bei handelsregister.de.
  2. Welche Zahlungsarten bleiben im letzten Bestellschritt? Logos auf der Startseite sind wertlos – entscheidend ist, was an der Kasse tatsächlich wählbar ist. Nur Vorkasse = Finger weg.
  3. Ist der Preis realistisch? 30–70 % unter dem günstigsten seriösen Anbieter gibt es nicht ehrlich.
  4. Sagt der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale etwas? Rot markierte Shops meiden.

Zusätzlich: Gütesiegel anklicken (echte führen zum Zertifikat beim Siegelanbieter), nach „Shopname + Erfahrungen“ suchen, Telefonnummer anrufen.

Sicher bezahlen – und was nach einer Vorkasse-Zahlung hilft

Zahlen Sie bei unbekannten Shops nur mit Schutz: Rechnung, Lastschrift (8 Wochen Rückbuchung), Kreditkarte (Chargeback) oder PayPal „Waren und Dienstleistungen“ (Käuferschutz 180 Tage). Nie per Überweisung, Freunde-Zahlung, Gutscheinkarte oder Krypto.

Bereits überwiesen? Sofort die Bank anrufen und einen Rückruf beauftragen, die Empfängerbank informieren, Anzeige erstatten und den Shop beim Fakeshop-Finder melden. Die Schritte im Detail: Fake-Shops erkennen – Geld zurück und Betrug melden.

Bei Privatverkäufen über Plattformen gelten eigene Regeln – siehe Kleinanzeigen-Betrug.

Ausführlicher Ratgeber

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Häufige Fragen

Wie erkenne ich, ob ein Onlineshop seriös ist?

Prüfen Sie Impressum (vollständig, Firma im Handelsregister), die Zahlungsarten im letzten Bestellschritt (nur Vorkasse = Warnzeichen), den Preis im Vergleich und den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale. Der Onlineshop-Check fasst diese Prüfungen für eine Adresse zusammen.

Was bedeutet es, wenn ein Shop kein Impressum hat?

In Deutschland ist ein Impressum für gewerbliche Anbieter Pflicht. Fehlt es, verstößt der Shop gegen das Digitale-Dienste-Gesetz – und ist in der Praxis fast immer ein Fake-Shop. Bestellen Sie dort nicht.

Ist ein Shop sicher, wenn er PayPal anbietet?

Nur wenn PayPal an der Kasse tatsächlich wählbar ist und Sie „Waren und Dienstleistungen“ nutzen. Viele Fake-Shops zeigen PayPal-Logos, bieten im letzten Schritt aber nur Überweisung oder verlangen Freunde-Zahlungen ohne Käuferschutz.

Ich habe bei einem Fake-Shop per Vorkasse bezahlt – bekomme ich mein Geld zurück?

Nur wenn die Bank die Überweisung noch zurückrufen oder das Empfängerkonto sperren kann. Rufen Sie sofort Ihre Bank an, informieren Sie die Empfängerbank und erstatten Sie Anzeige. Bei Lastschrift, Kreditkarte und PayPal-Käuferschutz stehen die Chancen deutlich besser.

Wo melde ich einen Fake-Shop?

Beim Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale, bei Watchlist Internet und – bei Schaden – bei der Polizei. Bei Marken-Fakes hilft auch eine Meldung an den Markeninhaber.