Klarna-Phishing: Achtung bei Mails über „offene Rechnungen“

Aktuelle Warnung vor gefälschten Klarna-Mails. Erfahren Sie, wie Sie die Phishing-Masche mit offenen Rechnungen erkennen und sich schützen.

Von der Betrugs-Checker-Redaktion · Aktualisiert:

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Gefährliche Mail: Klarna-Rechnung sorgt für Verunsicherung

Kunden des Zahlungsdienstleisters Klarna sollten derzeit besonders wachsam beim Blick in ihr E-Mail-Postfach sein. Aktuell kursieren täuschend echte E-Mails mit dem Betreff „Dein Konto weist eine offene Rechnung aus“. Die Betrüger nutzen den bekannten Namen des schwedischen Zahlungsanbieters, um Nutzer in eine Falle zu locken und sensible Daten abzugreifen.

Wie die Klarna-Masche funktioniert

Die E-Mails sind optisch professionell gestaltet und wirken auf den ersten Blick seriös. In der Nachricht wird behauptet, dass eine Zahlung für eine Bestellung noch ausstehe. Um den Druck auf die Empfänger zu erhöhen, wird oft mit Mahngebühren oder der Sperrung des Kontos gedroht, sollte der Betrag nicht umgehend beglichen werden.

In der E-Mail befindet sich ein prominenter Button oder Link, der angeblich direkt zur Zahlung oder zur Rechnungsansicht führt. Wer darauf klickt, landet jedoch nicht bei Klarna, sondern auf einer gefälschten Website. Diese sieht dem echten Portal von Klarna zum Verwechseln ähnlich.

Das Ziel der Betrüger: Ihre Daten

Sobald Sie auf der gefälschten Seite Ihre Login-Daten eingeben, landen diese direkt in den Händen der Kriminellen. Damit nicht genug: Oft werden unter dem Vorwand einer „Sicherheitsüberprüfung“ auch Kreditkartendaten oder Bankinformationen abgefragt. Mit diesen Informationen können die Täter Einkäufe auf Ihren Namen tätigen oder Ihr Bankkonto plündern.

Warum die Phishing-Mail so gefährlich ist

Der psychologische Trick ist simpel, aber effektiv: Zeitdruck. Durch Begriffe wie „sofortige Handlung erforderlich“ oder „letzte Mahnung“ geraten viele Nutzer in Panik und handeln unreflektiert. Besonders tückisch ist, dass viele Menschen tatsächlich regelmäßig über Klarna einkaufen und daher eine solche Mail nicht sofort als ungewöhnlich einstufen.

Was Sie tun sollten, wenn Sie eine solche Mail erhalten

Haben Sie eine E-Mail von „Klarna“ erhalten, bei der Sie unsicher sind? Bleiben Sie ruhig. Folgen Sie niemals den Links in der E-Mail. Stattdessen sollten Sie sich manuell über die offizielle Website (www.klarna.com) oder die offizielle Klarna-App in Ihr Konto einloggen. Dort sehen Sie sofort, ob tatsächlich eine Rechnung offen ist oder ob es sich um einen Betrugsversuch handelt.

Löschen Sie die E-Mail nach der Überprüfung und verschieben Sie sie in den Spam-Ordner, damit Ihr E-Mail-Anbieter lernt, solche Nachrichten künftig automatisch auszufiltern.

Warnzeichen

  • Absenderadresse stammt nicht von @klarna.com oder @klarna.de.
  • Dringender Zeitdruck und Drohung mit Mahngebühren.
  • Unpersönliche Anrede (z. B. "Hallo Kunde") statt Ihres Namens.
  • Links führen auf Webseiten, die nicht die offizielle Klarna-Domain nutzen.
  • Anfrage von sensiblen Daten wie Kreditkartennummer oder PIN.

So schützen Sie sich

  • Klicken Sie niemals auf Links in E-Mails, die Zahlungen fordern.
  • Nutzen Sie für den Login immer die offizielle App oder geben Sie die URL manuell im Browser ein.
  • Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) in Ihrem Klarna-Konto.
  • Prüfen Sie den Absender der E-Mail genau auf Buchstabendreher oder kryptische Endungen.
  • Lassen Sie sich durch Drohungen wie Mahngebühren niemals unter Zeitdruck setzen.

Quellen

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