schonentag.shop: Gefährlicher Fake-Shop mit falschem Zertifikat
Vorsicht vor schonentag.shop! Der Fake-Shop wirbt mit falschen vzbv-Zertifikaten für Glukosegeräte. Alle Warnsignale und Schutztipps hier lesen.
Von der Betrugs-Checker-Redaktion · Aktualisiert:
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Abzocke mit Gesundheitsgeräten: Der Fall schonentag.shop
Im Internet tauchen immer wieder neue Verkaufsplattformen auf, die mit scheinbar bahnbrechenden Produkten zu unschlagbaren Preisen locken. Aktuell steht der Online-Shop schonentag.shop im Visier von Verbraucherschützern. Die Masche ist besonders perfide, da sie gezielt Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen anspricht und mit erfundenen Zertifikaten Vertrauen erschleichen will.
Die Masche: Falsche Versprechen und Pseudo-Zertifikate
Der Shop bewirbt primär ein Glukoseüberwachungsgerät, das Diabetikern das Leben erleichtern soll. Um die Seriosität des Angebots zu untermauern, nutzt die Webseite ein gefälschtes Siegel des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Hier liegt der erste klare Beweis für den Betrug: Der vzbv führt grundsätzlich keine Produkttests durch und vergibt niemals Zertifizierungen oder Qualitätssiegel an einzelne Produkte oder Online-Shops.
Mangelhafte Qualität und fehlendes Impressum
Wer die Seite genauer betrachtet, stößt schnell auf weitere Warnsignale. Ein gesetzlich vorgeschriebenes Impressum fehlt vollständig. Das bedeutet, dass Kunden im Falle von Problemen keine Adresse oder Kontaktperson haben, an die sie sich wenden können. Zudem ist die sprachliche Gestaltung der Webseite mangelhaft. Viele Texte wirken wie schlecht aus einer anderen Sprache übersetzt, enthalten grammatikalische Fehler und unlogische Satzstellungen.
Was passiert nach der Bestellung?
In den meisten Fällen von Fakeshops wie schonentag.shop läuft es nach folgendem Schema ab: Die Kunden bezahlen per Vorkasse – oft wird nur Kreditkartenzahlung oder eine direkte Überweisung akzeptiert. Nach der Zahlung geschieht eines von zwei Dingen: Entweder die Ware wird niemals geliefert, oder es kommt ein minderwertiges Plagiat aus Fernost an, das in keiner Weise der Beschreibung entspricht und für medizinische Zwecke völlig ungeeignet oder sogar gefährlich ist.
Warum solche Shops brandgefährlich sind
Neben dem finanziellen Verlust gehen Kunden ein hohes Risiko bei ihren persönlichen Daten ein. Die bei der Bestellung eingegebenen Informationen (Name, Adresse, Kreditkartendaten) landen direkt in den Händen der Betrüger. Diese Daten können für weiteren Identitätsdiebstahl oder zusätzliche Betrugsversuche genutzt werden.
Fazit: Finger weg von schonentag.shop
Dieser Shop erfüllt alle klassischen Kriterien eines Betrugsangebots. Die Kombination aus fehlendem Impressum, schlechten Texten und der dreisten Lüge über ein vzbv-Zertifikat lässt keinen Zweifel offen. Erwerben Sie medizinische Geräte ausschließlich über zertifizierte Fachhändler oder Apotheken.
Warnzeichen
- Fehlendes Impressum auf der gesamten Webseite.
- Angebliche Zertifizierung durch den vzbv (Verbraucherzentrale Bundesverband).
- Schlechte deutsche Texte mit vielen Grammatikfehlern.
- Auffällig niedrige Preise für medizinische Geräte.
- Werbung auf Social-Media-Plattformen mit extremen Versprechen.
So schützen Sie sich
- Kaufen Sie medizinische Geräte nur bei seriösen Anbietern oder in der Apotheke.
- Prüfen Sie vor jedem Online-Kauf das Impressum auf Vollständigkeit (Anschrift, Kontakt, Handelsregister).
- Seien Sie skeptisch bei Siegeln der Verbraucherzentralen – diese testen keine Produkte.
- Nutzen Sie sichere Zahlungsmethoden wie Kauf auf Rechnung oder Lastschrift.
- Nutzen Sie den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen bei unbekannten Shops.
Quellen
- https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/vertraege-reklamation/abzocke/fakeshop-schonentagshop-wirbt-mit-angeblicher-vzbvzertifizierung-105000
- https://warnung.fakeshop-finder.de/2026_03/nqior_shop.html
- https://www.verbraucherzentrale.de/geld-versicherungen/phishingradar-archiv-71872
- https://warnung.fakeshop-finder.de
- https://www.chip.de/news/cyber-security/dubiose-briefe-in-deutschen-briefkaesten-empfaenger-duerfen-auf-keinen-fall-reagieren_a5ac5d4a-e6c3-48fb-bc97-3747390b7e2a.html
- https://www.wochenblatt-reporter.de/c-ratgeber/fakeshops-und-betrugswerbung-warum-plattformen-schneller-reagieren-muessten_a727447
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