Booking.com Betrug: Gefälschte Zahlungsaufforderungen im Umlauf
Achtung bei Booking.com-Nachrichten: Betrüger fordern Zahlungsverifizierungen über gefälschte Links. Erfahren Sie, wie Sie sich schützen können.
Von der Betrugs-Checker-Redaktion · Aktualisiert:
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Wie die Masche bei Booking.com funktioniert
Reisende, die über das Portal Booking.com eine Unterkunft gebucht haben, geraten aktuell ins Visier von professionellen Betrügern. Die Kriminellen nutzen dabei eine besonders perfide Methode: Sie kontaktieren die Kunden direkt über das offizielle Nachrichtensystem der Booking-Plattform oder per WhatsApp. Da die Nachricht innerhalb der gewohnten Umgebung oder mit Bezug auf eine echte Buchung erscheint, schöpfen viele Opfer zunächst keinen Verdacht.
Der Vorwand: Probleme bei der Zahlung
In den Nachrichten behaupten die Betrüger, dass es ein technisches Problem mit der hinterlegten Kreditkarte gäbe oder eine zusätzliche "Zahlungsverifizierung" notwendig sei. Um die Buchung nicht zu verlieren, müsse der Kunde innerhalb kurzer Zeit (oft werden 12 oder 24 Stunden genannt) einen Link anklicken und seine Daten erneut eingeben.
Gefälschte Internetseiten im Fokus
Wer auf den Link klickt, landet auf einer Webseite, die der von Booking.com täuschend ähnlich sieht. Hier werden Kreditkartendaten, Sicherheitscodes und oft auch persönliche Informationen abgefragt. Eine Besonderheit dieser aktuellen Welle ist die Nutzung von Adressleisten, die seriös wirken sollen, aber bei genauem Hinsehen zu dubiosen Domains wie "crazyunbelieavablefunnel.com" oder ähnlichen Konstrukten führen.
Warum ist der Betrug so schwer zu erkennen?
Das Problem: Die Betrüger hacken oft nicht die Konten der Kunden, sondern verschaffen sich Zugriff auf die Administrationssysteme der Hotels (das sogenannte Extranet). Dadurch können sie echte Buchungsdaten einsehen und Nachrichten verschicken, die für das System von Booking.com vollkommen legitim aussehen. Selbst erfahrene Nutzer lassen sich so täuschen, da der Absender scheinbar das gebuchte Hotel selbst ist.
Die Rolle von KI und Automatisierung
Behörden und Verbraucherschützer beobachten, dass die Nachrichten zunehmend fehlerfrei und in perfektem Deutsch verfasst sind. Dies deutet auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz hin, was die Unterscheidung zwischen echtem Kundenservice und Betrug weiter erschwert.
Was Sie tun sollten, wenn Sie eine solche Nachricht erhalten
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Booking.com fordert Kunden niemals dazu auf, sensible Zahlungsdaten per Chat oder WhatsApp zu übermitteln. Wenn Sie unsicher sind, kontaktieren Sie das Hotel über eine unabhängig recherchierte Telefonnummer oder rufen Sie den offiziellen Kundenservice von Booking.com an. Klicken Sie niemals auf Links in Nachrichten, die mit einer Stornierung drohen.
Warnzeichen
- Dringlichkeit: Es wird mit einer Stornierung innerhalb weniger Stunden gedroht.
- Links zu externen Webseiten, die nicht auf "booking.com" enden.
- Aufforderung zur Dateneingabe via WhatsApp oder über das Chat-Modul.
- Ungewöhnliche Web-Adressen wie "crazyunbelieavablefunnel.com" in der Browserzeile.
So schützen Sie sich
- Klicken Sie niemals auf Zahlungslinks in Chat-Nachrichten oder SMS.
- Prüfen Sie bei Zahlungsaufforderungen immer die URL in der Adressleiste Ihres Browsers.
- Leisten Sie niemals Zahlungen außerhalb der offiziellen Booking.com-Plattform.
- Kontaktieren Sie das Hotel im Zweifel über eine offizielle, externe Telefonnummer.
- Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Ihr Booking-Konto und Ihre Mail-Adresse.
Quellen
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