EuroJackpot-Betrug per Brief: Warnung vor DerKundenClub
Warnung vor Briefen von DerKundenClub: Betrüger fordern 79 Euro für EuroJackpot-Spielgemeinschaften. Erfahren Sie hier, wie Sie sich schützen können.
Von der Betrugs-Checker-Redaktion · Aktualisiert:
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Vorsicht vor gefälschten Briefen von "DerKundenClub"
Aktuell häufen sich Berichte über eine besonders dreiste Betrugsmasche, die direkt im Briefkasten landet. Viele Verbraucher in Deutschland erhalten derzeit Schreiben eines Unternehmens namens "DerKundenClub" mit Sitz in Bulgarien. In diesen Briefen werden die Empfänger als neue Mitglieder einer EuroJackpot-Spielgemeinschaft begrüßt. Das Problem: Die Betroffenen haben einen solchen Vertrag nie abgeschlossen.
Die Masche: So funktioniert der Betrug
Die Briefe sind täuschend echt gestaltet und erwecken den Eindruck einer offiziellen Bestätigung. Darin wird behauptet, dass der Empfänger nun Teil einer exklusiven Tippgemeinschaft sei, um die Gewinnchancen beim EuroJackpot zu erhöhen. Gleichzeitig wird angekündigt, dass monatlich ein Betrag von 79 Euro vom Konto abgebucht wird.
Besonders perfide ist die psychologische Kriegsführung: Durch die schriftliche Form per Post wirkt das Anliegen seriöser als eine einfache E-Mail. Viele Menschen, insbesondere Senioren, sind verunsichert und glauben, sie hätten vielleicht versehentlich bei einem Gewinnspiel mitgemacht oder etwas am Telefon unterschrieben.
Warum der Absender aus Bulgarien kommt
Dass "DerKundenClub" seinen Sitz laut Briefkopf in Bulgarien hat, ist kein Zufall. Briefkastenfirmen im Ausland erschweren die juristische Verfolgung durch deutsche Behörden. Zudem hoffen die Betrüger darauf, dass die Opfer den Aufwand scheuen, einem Unternehmen im Ausland zu widersprechen.
Was Sie jetzt tun sollten
Wenn Sie einen solchen Brief erhalten haben, bewahren Sie vor allem Ruhe. Da kein gültiger Vertrag vorliegt, besteht auch keine Zahlungspflicht. Dennoch sollten Sie nicht untätig bleiben:
- Keine Daten herausgeben: Rufen Sie nicht bei der angegebenen Nummer an und geben Sie keine Bankdaten preis.
- Widerspruch einlegen: Auch wenn kein Vertrag besteht, kann ein schriftlicher Widerspruch (per Einschreiben) hilfreich sein, um später rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.
- Kontobewegungen prüfen: Kontrollieren Sie Ihre Kontoauszüge in den nächsten Wochen sehr genau. Falls unberechtigte Abbuchungen erfolgen, können Sie diese bei Ihrer Bank innerhalb von 8 Wochen ohne Angabe von Gründen zurückbuchen lassen (Lastschrift-Rückgabe).
Anzeige erstatten ist wichtig
Betrug ist eine Straftat. Auch wenn kein Geld geflossen ist, hilft jede Anzeige der Polizei dabei, das Ausmaß der Welle zu erfassen und eventuell gegen die Hintermänner vorzugehen. Sie können die Anzeige bequem online bei der Internetwache Ihres Bundeslandes erstatten.
Warnzeichen
- Unerwarteter Brief über eine angebliche Mitgliedschaft.
- Absenderadresse liegt im Ausland (z.B. Bulgarien).
- Ankündigung einer monatlichen Abbuchung von 79 Euro.
- Sie können sich nicht an einen Vertragsabschluss erinnern.
- Druckmittel wie Zahlungsfristen oder automatische Verlängerungen.
So schützen Sie sich
- Unterschreiben Sie niemals Verträge am Telefon oder an der Haustür.
- Prüfen Sie Ihre Kontoauszüge regelmäßig auf unberechtigte Lastschriften.
- Lassen Sie unbekannte Beträge sofort von Ihrer Bank zurückbuchen.
- Geben Sie keine persönlichen Daten an dubiose Firmen im Ausland weiter.
- Erstatten Sie bei unberechtigten Forderungen Anzeige bei der Polizei.
Quellen
- https://www.chip.de/news/cyber-security/dubiose-briefe-in-deutschen-briefkaesten-empfaenger-duerfen-auf-keinen-fall-reagieren_a5ac5d4a-e6c3-48fb-bc97-3747390b7e2a.html
- https://www.bzst.de/DE/Service/Betrug/warnung_betrugsversuche_node.html
- https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.warnung-kursiert-treibt-eine-zettel-bande-in-rottweil-ihr-unwesen.c4001566-bfaa-4bc2-970d-095c5d9e0474.html
- https://www.raiffeisen.at/de/online-banking/sicherheit/aktuelle-warnungen.html
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