EuroJackpot Betrug: Achtung vor gefälschten Briefen aus Bulgarien

Warnung vor falschen EuroJackpot-Briefen aus Bulgarien. Dubiose Firmen fordern 79 Euro für angebliche Abos. Erfahren Sie, wie Sie sich schützen.

Von der Betrugs-Checker-Redaktion · Aktualisiert:

Link prüfen – Kostenloser Schnell-Check · ohne Anmeldung

Plötzlich Post vom Lotto-Service: Die neue EuroJackpot-Abzocke

In den letzten Wochen mehren sich die Berichte über dubiose Briefe im Briefkasten, die bei vielen Bürgern für Verwirrung und Sorge sorgen. Die Masche ist so simpel wie dreist: Ein angebliches Unternehmen, oft mit Sitz in Bulgarien, verschickt offizielle wirkende Schreiben. Darin wird behauptet, man hätte eine Mitgliedschaft für die Teilnahme am EuroJackpot abgeschlossen.

Das Ziel der Betrüger ist es, Druck aufzubauen und die Empfänger zur Zahlung von monatlich hohen Beträgen – oft um die 79 Euro – zu bewegen. Doch Vorsicht: Wer hier voreilig reagiert oder gar seine Kontodaten preisgibt, tappt in eine teure Abofalle.

Wie die Masche mit den EuroJackpot-Briefen funktioniert

Die Briefe wirken auf den ersten Blick professionell. Es werden Logos verwendet, die an staatliche Lotteriegesellschaften erinnern, und oft ist von einer "letzten Mahnung" oder einer "Bestätigung der Spielteilnahme" die Rede. Den Opfern wird suggeriert, dass bereits ein Vertrag bestehe oder eine kostenlose Testphase nun in ein kostenpflichtiges Abonnement übergegangen sei.

Besonders perfide: Die Betrüger nutzen oft echte Adressdaten, die sie möglicherweise aus alten Datenlecks oder von dubiosen Adresshändlern erworben haben. Dies verleiht dem Schreiben eine gefährliche Glaubwürdigkeit.

Warum Sie auf keinen Fall zahlen sollten

Juristisch gesehen ist die Sache eindeutig: Ohne eine Willenserklärung – also einen bewussten Vertragsabschluss – entsteht kein gültiger Vertrag. Wenn Sie nie an einem Gewinnspiel teilgenommen oder ein solches Abo abgeschlossen haben, müssen Sie die Forderung nicht bezahlen. Die Betrüger spekulieren darauf, dass ein gewisser Prozentsatz der Empfänger aus Angst vor Mahnungen oder Schufa-Einträgen einfach zahlt.

Was tun, wenn Sie einen solchen Brief erhalten haben?

Wenn Sie ein solches Schreiben im Briefkasten finden, ist die wichtigste Regel: Bewahren Sie Ruhe. Lassen Sie sich nicht von kurzen Fristen oder Drohungen einschüchtern. Prüfen Sie Ihre Kontoauszüge sorgfältig. Sollte bereits unberechtigt Geld abgebucht worden sein, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank, um eine Rückbuchung zu veranlassen (Lastschriftrückgabe). Dies ist in der Regel bis zu acht Wochen nach der Belastung problemlos möglich.

Wer steckt hinter dem Betrug aus Bulgarien?

Die Absenderadressen führen häufig zu Briefkastenfirmen in Osteuropa, insbesondere Bulgarien. Diese Standorte werden gewählt, um die rechtliche Verfolgung durch deutsche Behörden zu erschweren. Oft wechseln die Firmennamen monatlich, doch das Layout der Briefe bleibt fast identisch.

Verbraucherschützer raten dazu, solche Briefe zwar aufzubewahren (als Beweismittel), aber ansonsten nicht darauf zu reagieren. Wer den Betrügern antwortet, signalisiert nur, dass die Adresse korrekt ist und die Post gelesen wird – was oft zu noch mehr Spam und Betrugsversuchen führt.

Warnzeichen

  • Der Absender sitzt im Ausland (z.B. Bulgarien), obwohl es um deutsches Lotto geht.
  • Es wird ein Betrag von 79 Euro oder ähnliche monatliche Kosten gefordert.
  • Sie können sich nicht an einen bewussten Vertragsabschluss erinnern.
  • Das Schreiben enthält Drohungen mit Inkasso oder Mahnkosten bei Nichtzahlung.
  • Die Briefe wirken durch billiges Papier oder fehlende konkrete Ansprechpartner unseriös.

So schützen Sie sich

  • Zahlen Sie niemals Forderungen für Verträge, die Sie nicht abgeschlossen haben.
  • Geben Sie keine Bankdaten per Telefon oder Rückantwort-Schreiben an unbekannte Firmen Preis.
  • Prüfen Sie Ihre Kontoauszüge regelmäßig auf unberechtigte Lastschriften.
  • Lassen Sie unberechtigte Abbuchungen sofort von Ihrer Bank zurückbuchen.
  • Informieren Sie bei Zweifeln die örtliche Polizei oder die Verbraucherzentrale.

Quellen

Weitere aktuelle Warnungen

Mehr zum Thema