EuroJackpot-Betrug: Dubiose Briefe von DerKundenClub im Umlauf

Vorsicht vor Briefen von DerKundenClub! Erfahren Sie, wie Sie sich gegen die EuroJackpot-Abzocke wehren und unberechtigte Abbuchungen stoppen.

Von der Betrugs-Checker-Redaktion · Aktualisiert:

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Dubiose Briefe von „DerKundenClub“: Eine neue Abzocke

In den letzten Wochen berichten immer mehr Verbraucher von mysteriöser Post in ihrem Briefkasten. Absender ist oft ein Unternehmen namens „DerKundenClub“ mit Sitz in Sofia, Bulgarien. In dem Schreiben werden die Empfänger freundlich als neue Mitglieder einer EuroJackpot-Spielgemeinschaft begrüßt. Das Problem: Die Betroffenen haben einen solchen Vertrag nie abgeschlossen.

Wie die Masche funktioniert

Die Betrüger verschicken professionell gestaltete Briefe, die auf den ersten Blick seriös wirken. Darin wird behauptet, man habe sich erfolgreich für eine Spielgemeinschaft angemeldet. Besonders dreist: Im Schreiben wird direkt angekündigt, dass monatlich ein Betrag von 79 Euro vom Konto des Empfängers abgebucht wird. Oft liegen dem Brief sogar gefälschte „Teilnahmezertifikate“ oder Bestätigungen bei, um Druck aufzubauen und Glaubwürdigkeit vorzutäuschen.

Ziel der Betrüger ist es, die Empfänger zu verunsichern. Viele Menschen neigen dazu, aus Angst vor Mahnungen vorschnell zu zahlen oder ihre Bankdaten preiszugeben, um das vermeintliche Abo zu kündigen. Doch genau hier schnappt die Falle zu.

Hintergrund: Woher haben die Täter die Daten?

Es stellt sich oft die Frage, wie die Betrüger an die korrekte Postanschrift gelangen. Meist stammen diese Daten aus alten Datenlecks oder wurden über zwielichtige Gewinnspiele im Internet gesammelt. Die bloße Zustellung des Briefes bedeutet jedoch nicht, dass bereits ein wirksamer Vertrag besteht. In Deutschland erfordert die Teilnahme an Glücksspielen und Lotterien zudem strenge gesetzliche Vorgaben, die hier schlicht ignoriert werden.

Was rät die Verbraucherzentrale?

Die Verbraucherzentrale Brandenburg und andere Experten warnen eindringlich davor, die geforderten Beträge zu zahlen. Ein Vertrag kommt nicht allein dadurch zustande, dass jemand einen Brief schreibt und dies behauptet. Wenn Sie ein solches Schreiben erhalten, sollten Sie Ruhe bewahren und besonnen reagieren.

Sollte tatsächlich bereits Geld von Ihrem Konto abgebucht worden sein, können Sie dies in der Regel innerhalb von acht Wochen durch Ihre Bank rückgängig machen lassen (Lastschrift-Widerspruch). Bei unberechtigten Abbuchungen ohne Mandat ist dies oft sogar noch länger möglich.

Muss ich auf den Brief antworten?

Es ist ratsam, der Forderung einmalig schriftlich zu widersprechen und den angeblichen Vertrag hilfsweise zu kündigen. So sind Sie rechtlich auf der sicheren Seite, falls später Mahnbescheide folgen sollten. Schicken Sie diesen Widerspruch am besten per Einschreiben, um einen Nachweis zu haben. Reagieren Sie jedoch nicht auf telefonische Kontaktversuche oder dubiose E-Mails, die im Nachgang erscheinen könnten.

Warnzeichen

  • Unerwartete Post von einer Firma aus dem Ausland (z. B. Bulgarien).
  • Behauptung eines Vertragsabschlusses ohne vorherige Anmeldung.
  • Ankündigung einer monatlichen Abbuchung von 79 Euro.
  • Fehlende Informationen darüber, wann und wo der Vertrag geschlossen wurde.
  • Dringlicher Tonfall, der zur schnellen Zahlung oder Bestätigung drängt.

So schützen Sie sich

  • Überweisen Sie niemals Geld an Firmen, mit denen Sie keinen Vertrag geschlossen haben.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge auf unberechtigte Abbuchungen.
  • Widersprechen Sie unberechtigten Forderungen einmalig schriftlich per Einschreiben.
  • Lassen Sie unautorisierte Lastschriften umgehend von Ihrer Bank zurückbuchen.
  • Erstatten Sie bei Betrugsverdacht Strafanzeige bei der Polizei (auch online möglich).

Quellen

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